Pfarrkirche von 1675-1703. Erbaut nach dem Entwurf von Philipp von Chieze, dem Baumeister des Potsdamer Stadtschlosses.
Der Bau ist ein niedriges Achteck mit toskanischen Eckvorlagen und hohem Zeltdach, auf dem ein achteckiges hölzernes Türmchen mit einer Wetterfahne von 1700 sitzt. Das verputzte Ziegelgebäude steht auf einem zwei Meter hohen Granitsockel (A. Boetticher vermutet weitere 5 Meter unter der Erde). Im Giebel des ionischen Sandsteinportals ist ein Reliefbildnis der Familie von Chieze eingemeißelt.
Relief am Südgiebel der Kirche Alt Lappienen (siehe oben).
Der Eingang des Portals liegt in einem Rundbogen auf Pilastern, beides aus Granit. In den Granit ist die Inschrift „A.O.1700“ gemeißelt.

Die Fenster der Kirche sitzen in Rundbögen mit rechteckiger Rahmung. Innen hatte die Kirche Gewölbe auf acht korinthischen Säulen. Sterngewölbe, in der Empore Kreuzgewölbe. Altar und Kanzel sind vereint. Orgel von 1701. Glocken von 1761 und 1670.
Denkmal für den 1757 verstorbenen Grafen Keyserlingk. Auf einem Sockel aus Feldstein eine Marmorsäule, darauf eine Urne mit dem Bildnis des Grafen. Auf dem Friedhof ein eigentümliches Grabmal aus der Mitte des 18. Jahrhunderts: eine Glocke aus geschmiedeten Eisenbändern.
In der Krypta der Kirche Alt Lappienen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren Kirche und Ort unversehrt. Die Kirche diente als Lager (Getreidespeicher).
Die Ruine der Kirche Alt Lappienen im August 2025.
Doch fehlender Schutz und mangelnde Pflege führten zum Verfall der Dachdeckung und des Dachstuhls. Das Dach stürzte ein.
Im Jahr 2000 stand noch der Ziegelbaukörper. Vorhalle und Sakristei ohne Dächer. Denkmäler und Grabstätten sind nicht erhalten. Alles verwahrlost. Die Kirchenruine wird mitunter als Viehpferch genutzt.
Fotos: Bildarchiv Ostpreußen, bildarchiv-ostpreussen.de, Michail Ogorodnikow.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

