Die erste evangelische Kirche wurde in Gerwischkehmen 1703 erbaut (A. Boetticher). Sie war aus Holz, achteckig, mit einem Dachreiter in der Mitte des Daches.
Die neue Kirche wurde 1803–1805 erbaut. Abmessungen 21,97 x 12,55 m. Ein schlichter verputzter Ziegelbau auf einem Feldsteinfundament. Ohne Turm. Krüppelwalmdach. Innen sehr einfach, nach dem Vorbild der ostpreußischen Kolonistenkirchen. Der Raum ist durch Säulen in drei Schiffe geteilt.
Kanzel und Altar waren zu einem Kanzelaltar vereint. Die Orgel wurde 1847 gebaut und aufgestellt. Beide Glocken stammten von 1729.
Im Zweiten Weltkrieg geriet die Kirche 1945 unter Artilleriebeschuss, woran eine mit Ziegeln vermauerte Bresche in der Ostwand erinnert. Die Kirche wurde als Lager für Kunstdünger genutzt.
Zustand um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert: Das Krüppelwalmdach ist mit Asbestzementplatten gedeckt. Die Sakristei im Osten ist abgerissen. Alle Fenster bis auf zwei sind mit Ziegeln vermauert, auch die Eingänge im Norden und Süden sind zugemauert. Im Westen und Osten wurden quadratische Tore für die Zufahrt von Fahrzeugen durchgebrochen.
Fotos auf der Seite: Bildarchiv Ostpreußen, bildarchiv-ostpreussen.de.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

