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Journalismus in Königsberg [19. Jh.]

Journalismus in Königsberg [19. Jh.]

1842 erschien im Danziger Verlag von Frank Gerhard in zwei Bänden das Buch „Königsberger Skizzen“ des deutschen Philosophen, Literaturhistorikers und Schriftstellers Karl Rosenkranz. Unter einer Vielzahl höchst interessanter Themen beschrieb der Autor unter anderem die Lage auf dem Königsberger Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt. Mit freundlicher Genehmigung der Übersetzerin Tatjana Koliwai veröffentlichen wir dieses Kapitel.

LEGENDEN PREUSSENS im Blog von Tatjana Koliwai.

Zeitschriften sind eine jener Erfindungen der Menschheit, die man oft schilt, ohne die man aber nicht auskommt. Man versucht sie zu ignorieren, mancher verachtet sie, mancher duldet sie, und mancher gibt sie heraus und liest sie.

Königsberg erhält mit jedem Jahr mehr und mehr Zeitungen und Zeitschriften, und wenn das ein Zeichen des Fortschritts ist, dann ist Königsberg zweifellos eine fortschrittliche Stadt. Hier gibt es mehrere Journalvereine.

Die hiesigen Konditoreien halten alle maßgeblichen deutschen Zeitschriften, darunter auch solche, die vierteljährlich erscheinen, wie etwa die Cotta'sche Vierteljahrsschrift1, sogar die theologischen Studien und Kritiken von F. Umbreit2 und K. Ullmann3, die als selbstständige Hefte gedruckt werden. Wenn der Bürger heute in die Konditorei geht, will er nicht so sehr Kuchen, Schokolade, Eis und Baisers naschen – nein, Gott bewahre! –, er will Zeitschriften lesen, vielleicht Theaterkritiken und sogar Gedichte eigener Feder, die er für irgendein Wochenblatt geschrieben hat.

Königsberger Skizzen

Es ist nämlich so, dass es in Königsberg auch einheimische Zeitschriften gibt. Um die Neugier und den Wunsch nach Neuigkeiten zu befriedigen, reicht eine Zeitung allein nicht mehr aus. Jede einigermaßen große Stadt in Preußen hat ihre eigene Zeitschrift.

In Danzig (Gdańsk, Polen) ist es das Danziger Dampfboot4, das den meisten beliebten gesamtdeutschen Unterhaltungsblättern in nichts nachsteht. In Memel gibt es ein eigenes Das Echo5, in Braunsberg (Braniewo, Polen) Das Braunsberger Kreisblatt, in Elbing (Elbląg, Polen) einen lokalen Anzeiger6, der seinen zahlreichen Namensvettern kaum nachsteht, usw.

Gegenwärtig erscheinen in Königsberg folgende Blätter:

1) Die Königsberger Hartung'sche Zeitung7 – über Staats- und Gelehrtensachen, Krieg und Frieden .

2) Das Haberland'sche Wochenblatt8 .

3) Die Zeitschrift Der Königsberger Freimütige9.

4) Das Provinzialkirchenblatt, vierteljährlich.

5) Das Provinzialblatt, monatlich.

6) Das Königsberger Literaturblatt.

Ich weiß nicht, ob man hierher auch Die Annalen des landwirthschaftlichen Vereins von Kreyßig10 rechnen soll. Ich erwähne sie nur.

Die Zeitung Die Königsberger Hartung'sche Zeitung umfasst vier Abteilungen.

– Die erste Abteilung der Zeitung enthält eine kurze Übersicht über die wichtigsten Ereignisse im In- und Ausland. Eine solche Übersicht nimmt gewöhnlich die Hälfte der Ausgabe ein. Im Lauf der Woche erscheint die Zeitung sechsmal. Bisweilen, je nach Bedarf, erscheint eine Beilage.

Der politische Teil der DHZ zeichnet sich durch eine sorgfältige Auswahl der Autoren und eine eigenständige Redaktionspolitik aus. Die Zeitung beschränkt sich nicht auf gekürzte Nachdrucke aus den führenden Berliner Blättern, sondern bringt regelmäßig Beiträge aus anderen deutschen Periodika und gibt dabei jedes Mal die Quelle an – ein löblicher Brauch, der bei uns schließlich fast allgemein geworden ist.

– Die zweite Abteilung der Zeitung ist der Unterhaltungsteil, in dem es etwas gibt, was die Zeitschriften „kleine Chronik“ nennen. Der wesentliche Unterschied unserer Zeitung besteht jedoch darin, dass sie das Praktische nicht vergisst.

Die Königsberger Hartung'sche Zeitung

Wenn Sie lernen wollen, Salzgurken gut und billig einzulegen, den Milzbrand zu heilen, die Haare schwarz zu färben, Wanzen, Ratten und Sommersprossen loszuwerden, selbst ein gutes Kartoffelbier zu brauen, Äpfel den Winter über vor Fäulnis zu bewahren usw., so lesen Sie diesen Teil der Zeitung aufmerksam.

Der dienstfertige Verfasser dieser interessanten Notizen vergisst auch nicht, uns von Zeit zu Zeit zu erzählen, was in Paris Mode ist, und vom Leben ausländischer Schauspieler und Schauspielerinnen zu berichten. Es folgen Besprechungen von Konzerten, Theatern und Sehenswürdigkeiten und bisweilen Ankündigungen neuer Bücher, meist von deren Verlegern.

– Die dritte Abteilung der Zeitung enthält Anzeigen von Verlobungen, Eheschließungen, Geburten und Todesfällen.

– Die vierte – Werbeanzeigen verschiedener Firmen und Privatpersonen.

In der Nische der Unterhaltungslektüre konkurrieren auf dem hiesigen Markt die einheimischen Blätter Das Haberland'sche Wochenblatt und Der Königsberger Freimütige mit den gesamtdeutschen Größen.

Das erste Blatt besteht schon lange und steht mit seinem Inhalt (Novellen, Gedichte, kritische Artikel über Theater und Kunstausstellungen, Rätsel, Scharaden, Anagramme usw.) seinen zahlreichen namhaften Konkurrenten in nichts nach, die lediglich ein eleganteres Äußeres haben.

Je weniger Inhalt die meisten dieser Boulevardblätter haben, desto mehr wetteifern sie miteinander im Luxus ihrer Ausstattung, so wie die Taschenbücher lange Zeit versuchten, die Leser mit Kupfer- und Stahlstichen, Goldschnitt und zarten Blumeneinbänden zu gewinnen, bis sie plötzlich eine ganz kunstlose, schlichte Form annahmen und sich inhaltlich ausschließlich auf Novellen verlegten. Denn Novellen erfreuen sich heute ungeheurer Beliebtheit.

Die Zeitschrift Der Königsberger Freimütige ist ein junges Blatt, das sich dank seiner eigentümlich bissigen Darstellungsweise und der Kühnheit, mit der es den Kern der Sache bloßlegt, an die Spitze gesetzt hat. Die Zeitschrift hat auch begonnen, von Zeit zu Zeit Karikaturen auf ihren Seiten zu bringen.

Das Provinzialkirchenblatt wird vom Konsistorialrat und Hofprediger Österreichs sowie vom Professor und Superintendenten Lehnerdt herausgegeben. Es enthält Arbeiten zur Geschichte der Provinzialkirche, dogmatische und exegetische Untersuchungen, Literaturkritik, vor allem aber Aufsätze praktischer Richtung über Seelsorge, Umgang mit Kranken, Kontakte mit der Geistlichkeit, Konfirmandenunterricht usw.

Das Provinzialblatt unter der Redaktion von Herrn Kriminalrat Richter erfreut nicht nur durch die Qualität der Form (des Drucks), sondern auch durch seinen aktuellen Inhalt, der die Provinz über die verschiedensten Gegenstände aufklärt. Biographische Skizzen, naturkundliche Artikel, Reisen, Debatten über Vorurteile der Gegenwart, pädagogische Diskussionen, Fragen der Industrie und Landwirtschaft und allerlei kritische Beiträge – das sind die Hauptthemen dieses Blattes.

Sehr wertvoll sind die Berichte dieser Zeitschrift über öffentliche Vorträge, die bei uns zu besonderen Anlässen gehalten werden, und besonders über die Vorlesungen, die in den Versammlungen der Physikalisch-ökonomischen Gesellschaft11 von den Professoren Meyer, Dulk, Moser, Kruse, Sachs, Jacobi, Rathke und Burdach gehalten wurden. Das Einzige, was sehr fehlt, sind die Vorlesungen Friedrich Bessels12 über die wichtigsten Fragen der physischen Geographie und der Astronomie, die er von Zeit zu Zeit hält und dabei bestrebt ist, den Stoff für den Hörer so verständlich wie möglich zu machen.

Der Königsberger Freimütige

Aus dem Gesagten wird klar, dass in unserem Journalismus Politik, Nachrichten, Unterhaltung und doktrinäre Belehrung breit vertreten sind und nur die Literaturkritik in den genannten Zeitschriften einen zufälligen, untergeordneten Platz einnimmt.

Daher entsteht die Notwendigkeit, ein eigenes Organ für sie zu schaffen. In einer Stadt mit so vielen akademisch gebildeten Staatsbeamten, mit drei Gymnasien und einer Universität ist eine solche Zeitschrift dringend notwendig. Die Königsberger Professoren haben wiederholt Versuche unternommen, solche Blätter zu gründen.

Hüllmann, Vater, Herbart und andere haben vor einiger Zeit ein Archiv herausgegeben. Die jüngeren Professoren, Lengerke, Simson, Sieffert, Nicolovius (der sich gegenwärtig in Bonn befindet), unternahmen den Versuch, die Zeitschrift Ostseeblätter herauszugeben, die anfangs recht munter erschien. Doch bald holte sie der Teufel. Und zwar im wörtlichen Sinne. In der Redaktion der Zeitschrift entbrannten Streitigkeiten über das Wesen und die Möglichkeit der Existenz Seiner Höllischen Majestät, was zu einer entsetzlichen, von den Lesern so ungeliebten Eintönigkeit, zu erbitterten Zwistigkeiten unter den Mitarbeitern und in der Folge zum Ruin der Verleger führte.

1834 trat Stadtrat Hartung mit mir in Verhandlungen über meine Ernennung zum Redakteur eines auf Literaturkritik spezialisierten Blattes.

Als ich über dieses Angebot nachdachte, bedachte ich die Schwierigkeiten, auf die ein solches Vorhaben stoßen könnte. Ich verfasste einen Entwurf, in dem ich den Zweck der Zeitschrift genau bestimmte. Und ich fügte meine Überlegungen hinzu, in denen ich die Undurchführbarkeit dieses Unterfangens darzulegen versuchte.

Meine Argumente waren, soweit ich mich erinnere, folgende:

1) hier sind alle deutschen Zeitschriften verbreitet;

2) kritische Artikel in den Zeitungen und städtischen Wochenblättern Danzigs, Elbings usw. reichen völlig aus, um die literarischen Bedürfnisse der Provinz zu befriedigen;

3) alle hiesigen schöpferischen Kräfte arbeiten bereits an den zentralen deutschen Zeitschriften mit; insbesondere sind die Professoren Korrespondenten der gesamtdeutschen Literaturzeitungen von Halle, von Brockhaus und von Berlin sowie von Fachzeitschriften, und folglich wäre es unmöglich, ihnen hier am Ort ein ebenso hohes Honorar zu zahlen.

Das waren meine Überlegungen.

Danziger Dampfboot

Seitdem habe ich sie überdacht und halte es jetzt für unbedingt notwendig, dass Königsberg ein eigenes kritisches Blatt hat und dadurch in regerem Austausch mit dem übrigen Deutschland steht.

Der Mann, der sich mit reinster Begeisterung der Redaktion des „Königsberger Literaturblatts“ widmen wird, ist Dr. Alexander Jung13. Er eröffnete die Zeitschrift mit einem einleitenden Artikel, in dem die Lage des deutschen Journalismus erörtert wird und das Verhältnis Königsbergs zu Preußen, Preußens zu Deutschland, Deutschlands zu den aktuellen Problemen unserer Zeit und schließlich die Angemessenheit von Inhalt und Gestaltung einer modernen Literaturzeitschrift gegenüber diesen Problemen.

Damit legt er die Notwendigkeit einer solchen Zeitschrift vollständig dar, und die Zukunft wird, wie ich hoffe, die Erwartungen rechtfertigen, die nicht nur bei uns, sondern auch außerhalb Königsbergs in sie gesetzt werden.

Es braucht nicht erwähnt zu werden, dass die Absicht des Redakteurs, eine Position außerhalb der Parteiansichten einzunehmen, stets auf jede erdenkliche Weise getadelt wurde. Man behauptete, das sei unmöglich. Dabei wurde wahrscheinlich nicht berücksichtigt, dass es um wissenschaftliche Kritik geht und nicht um eine augenblickliche Wirkung, die das Organ irgendeiner Partei auf seine Leser ausüben will.

Will eine Zeitschrift von Anfang an den Ultramontanismus14, das Luthertum, den Herbartianismus15, den Republikanismus16, den Absolutismus, den Traditionalismus17 usw. propagieren, dann muss sie sich natürlich mit einseitiger Schärfe äußern. Je klarer, desto besser.

Sie darf extremen Äußerungen nicht ausweichen, denn ihr stehen andere Extreme gegenüber. Sie mag ihren Lesern von Zeit zu Zeit versichern, dass sie unparteiisch urteilt, doch dem ist nicht so.

Je besser die Redaktion einer Zeitschrift das weiß, desto leichter wird es ihr fallen, in ihrer Polemik die gegen sie gerichteten Angriffe abzuschwächen und den Glauben ihrer Anhänger an die Notwendigkeit dieses Organs aufrechtzuerhalten.

So ist in der Praxis das Bestehen einer Partei zur Erreichung bestimmter Ziele notwendig. Und in der Theorie, in der Wissenschaft? Selbst wenn die Wissenschaft unbewusst und faktisch nicht frei von Parteilichkeit und einer gewissen Beschränktheit ist, muss sie doch bestrebt sein, sich von allen Parteiinteressen fernzuhalten.

Unser „Königsberger Literaturblatt“ beginnt im Kleinen, weil es weder den Leichtsinn der Zeit widerspiegeln noch ein bloßes Mittel zum Gelderwerb sein will. Tatsächlich scheinen manche Zeitschriften an ihrem Publikum nur deshalb festzuhalten, damit ihr Redakteur von etwas leben kann. Diese Blätter sind ein Almosen, das man zahlt und wofür man eine Quittung in Form von Zeitungspapier erhält. Etwas Neues findet man darin nicht.

Manche Zeitschriften haben sich offenbar zum Ziel gesetzt, die Zersplitterung des öffentlichen Bewusstseins noch deutlicher zu machen. Sobald man ein solches Blatt mit seinem chaotischen Inhalt in die Hand nimmt, zerfällt der ganze Text in einzelne Buchstaben, die sich bald verbinden, bald auseinanderstieben und einander verneinen.

Königsberger Allgemeine Zeitung

Das Auge versucht, bald hier, bald dort an etwas haften zu bleiben, und das Gehirn vibriert nutzlos im Chaos. Wenn irgendetwas von der geistigen Gesundheit des Bewusstseins eines Individuums zeugen kann, dann seine Fähigkeit, sich in dieser ungeordneten Zerstreuung zu behaupten.

Das Königsberger Literaturblatt wird nach Vereinigung und Zusammenschluss gegen solche Erzeugnisse streben. Es ist an der Zeit, dass der sogenannte „reine Leser“ (nach dem Ausdruck J. Fichtes18), der nur liest, um zu lesen, und nicht, um etwas zu verstehen, aus unserem Leben verschwindet.



ANMERKUNGEN DER ÜBERSETZERIN

1. Cotta'sche Vierteljahrsschrift. Deutsche Vierteljahreszeitschrift von Georg von Cotta. LINK

2. Friedrich Wilhelm Carl Umbreit /Ullmann, Carl: Friedrich Wilhelm Carl Umbreit/ (11. April 1795, Sonneborn – 26. April 1860, Heidelberg) – deutscher protestantischer Theologe und Erforscher der hebräischen Bibel. LINK

3. Carl Christian Ullmann (15. März 1796, Epfenbach – 12. Januar 1865, Karlsruhe) – deutscher Theologe und Historiker. LINK

4. Die Zeitung Danziger Dampfboot.LINK

5. Gemeint ist hier wohl doch Tilsit mit seiner Zeitschrift Echo an der Memel.

6. Gefunden wurde nur ein Jahrgang von 1898. Elbinger Wohnungs-Anzeiger 1898. LINK

7. Die Zeitung Die Königsberger Hartungsche Zeitung. Sie wird von Thomas Mann im Roman „Buddenbrooks“ als „Hartungsche Zeitung“ erwähnt. Einer der Helden des Romans, der junge Morten Schwarzkopf, der nicht dem Adel entstammt, sagt in einer Polemik mit dem preußischen König aus der Ferne: „Sie schreiben, sehen Sie, nicht ehrerbietig genug über die Regierung, den Adel, die Pfaffen und das Junkertum … und verstehen es obendrein, die Zensur an der Nase herumzuführen.“ LINK

8. Das Haberland'sche Wochenblatt. Königsberger Wochenblatt. Gedruckt in der Druckerei Haberland. Erscheint zweimal wöchentlich, mittwochs und samstags.LINK

9. Die Zeitschrift Der Königsberger Freimütige. LINK

10. W. A. Kreyßig (1780–1854) – ostpreußischer Landwirt und Agrarschriftsteller. Er lebte in Karlsruhe auf den Husen bei Königsberg (Ostpreußen). Ehrenmitglied verschiedener in- und ausländischer ökonomischer und landwirtschaftlicher Gesellschaften. LINK

11. Die Physikalisch-ökonomische Gesellschaft – eine bedeutende Organisation, ursprünglich im damals ostpreußischen Mohrungen (Morąg, Polen) gegründet, um Innovationen in der Landwirtschaft der Provinz einzuführen, die jedoch nach ihrem Umzug nach Königsberg 1798 ihr Tätigkeitsfeld auf Archäologie und Ethnographie verlagerte. Aus der Gesellschaft ging später das berühmte örtliche archäologische Museum „Prussia“ hervor. LINK

12. Gemeint ist Friedrich Wilhelm Bessel (22. Juli 1784, Minden – 17. März 1846, Königsberg) – deutscher Mathematiker und Astronom, Schüler von Carl Friedrich Gauß. LINK

13. Dr. Alexander Jung. LINK

14. Ultramontanismus. LINK

15. Herbartianismus. LINK

16. Republikanismus. LINK

17. Traditionalismus. LINK

18. Johann Gottlieb Fichte (19. Mai 1762, Bischofswerda, Oberlausitz – 27. Januar 1814, Berlin) – deutscher Philosoph.

1791 kam Fichte nach Königsberg; hier lernte er Kant kennen, dem er das Manuskript „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“ schickte. Kant billigte seine Arbeit und fand für ihn einen Verleger. Die Schrift erschien anonym und wurde vom Publikum mit größter Anteilnahme aufgenommen: Man hielt sie für das mit Ungeduld erwartete Werk Kants selbst über die Religionsphilosophie. Als sich das Missverständnis aufklärte, wurde Fichte mit einem Schlag berühmt. 1805 zwang ihn der Vormarsch der Franzosen, nach Königsberg überzusiedeln, wo er an der Königsberger Universität Vorlesungen hielt. LINK

LEGENDEN PREUSSENS im Blog von Tatjana Koliwai.


Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.