Die Kirche wurde im Stil der Spätrenaissance mit Elementen des Barocks erbaut. Der in das Kirchengebäude eingebaute Turm war fast 70 m hoch. Im Norden und Süden der Kirche Giebel und je drei große Rundbogenfenster. Die Kirche hatte beträchtliche Ausmaße – 30 x 45 m. Ihre Kirchengemeinde hatte sich von der Haberberger abgespalten. Erster Pfarrer der Kirche war ein gewisser Konschel. Der Innenraum verblüffte durch seine unerwartete Kompaktheit und Intimität. Ein Großteil des Raumes hatte an den Wänden entlang laufende Emporen, getragen von Säulen in Marmorimitation. Die Emporen waren in allen vier Ecken über Steintreppen zu erreichen. Im ganzen Innenraum standen Bänke für 1400 Personen, vorausschauend so eingerichtet, dass man Stock oder Schirm abstellen konnte, und sie hatten sogar Haken für die Hüte der Gemeindeglieder.

Die Kuppel des Saals war 30 Meter hoch und aus Stahlbeton gefertigt, was in den Kirchen Ostpreußens zum ersten Mal angewandt wurde. Die Fenster hatten farbige Glasmalereien.

Der Altar war aus schwedischem Kalkstein gefertigt. Die Kanzel aus Eiche mit sparsamer Schnitzerei stand neben dem Altar. Die Orgel erhob sich hinter dem Altar, gebaut hatte sie Meister Karl Nowak. Die Kirche besaß drei aus Stahl gegossene Glocken, in die zur Milderung des Klangs Bronzeplättchen eingelegt waren. Beheizt wurde die Kirche aus dem Keller, wo ein eigens für sie angefertigter Kessel stand.

Bei den Kämpfen um Königsberg blieb diese Kirche fast unbeschädigt.

Nach dem Krieg wurde sie praktisch nicht genutzt, verfiel allmählich und stand bis Mai 1976; danach wurde sie gesprengt und der Schutt abtransportiert. An der Stelle der Kirche legte man ein Blumenbeet an. Es war die letzte Kirche der Stadt, die von den Parteibehörden vernichtet wurde.
Fotos auf dieser Seite: Bildarchiv Ostpreußen, bildarchiv-ostpreussen.de.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

