/ Gussew – Gumbinnen

Salzburger Kirche in Gumbinnen

Salzburger Kirche in Gumbinnen

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Gumbinnen in Gussew umbenannt. Koordinaten der Salzburger Kirche: 54.586894, 22.194679.

Die 1732 hierher übergesiedelten Salzburger beteten zunächst in einem für Gottesdienste hergerichteten Saal. Adolf Boetticher schreibt, Prinz Friedrich von Preußen habe für sie 1739 eine provisorische Kirche errichtet. Walther Hubatsch nennt ein anderes Datum für den Bau des ersten Gotteshauses, nämlich 1752–54. Am 18. Juni 1839 wurde der Grundstein einer neuen Kirche gelegt, die am 15. Oktober 1840 geweiht wurde. Es ist ein schlichter Bau mit Giebel, aus Ziegeln, verputzt, mit einem Turm im Westen. Im Norden und Süden je drei große rundbogige Fenster. Innen an den Wänden entlang Emporen, die bis zur Kanzel reichen, welche mit dem Altar verbunden ist. Die Orgel wurde 1835 gebaut und in Memel erworben. 1931 wurde die Kirche renoviert.


Die Salzburger Kirche in Gumbinnen

Die Salzburger Kirche wurde von den Kämpfen am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen.

Nach 1945 wurde der Turm bis auf die Höhe der Mauern abgetragen und mit Ziegeln gedeckt. Ein Teil der großen Fenster wurde ganz zugemauert, die übrigen teilweise offen gelassen. In der Kirche befand sich ein Lager der DRSU, der Straßenbauverwaltung. 1993 stellte die deutsche Seite zwei Millionen Mark für ihre Restaurierung bereit. Am 31. Oktober 1995 fand die feierliche Eröffnung statt. Heute gehört sie der evangelisch-lutherischen Gemeinde.



Fotos auf der Seite: Bildarchiv Ostpreußen, bildarchiv-ostpreussen.de und Michail Ogorodnikow (2021).


Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.