Das Dorf Warnicken (dt. Warnicken) wurde 1405 gegründet. 1713 wird Warnicken als Hof und Försterei erwähnt, die als Sitz des Verwalters eines Forstreviers dienten. Anfang des 18. Jahrhunderts versuchte man hier, Bernstein bergmännisch abzubauen. Im 19. Jahrhundert bestanden das Gut und die Oberförsterei Warnicken.
Das Gut Warnicken mit der auf ihm gelegenen Oberförsterei Warnicken / Oberförsterei Warnicken bildete seit 1867 einen Gutsbezirk (später Forstgutsbezirk) im Kreis Fischhausen / Fischhausen (Primorsk, seit 1939 Teil des Landkreises Samland / Samland). Das Gut gehörte zum Kirchspiel Sankt Lorenz / Sankt Lorenz (Salskoje). Zum Forstgutsbezirk Warnicken gehörten 1871 außer der Oberförsterei Warnicken selbst: Strandgut / Strandgut, Strandhaus / Strandhaus sowie die Förstereien Wilhelmhorst / Wilhekmhorst (54°53'26'' N 20°03'24'' O) und Hirschau / Forsthaus Hirschau (Kolomenskoje). 1871 zählte der Forstgutsbezirk Warnicken sechs Wohnhäuser, in denen sieben Familien lebten. Dabei gab es auf dem Gut Warnicken selbst ein Haus, zwei Häuser standen in Strandgut, die übrigen Teile des Gutsbezirks bestanden aus je einem Wohnhaus. Am 13.06.1874 wurden das Gut Warnicken und der angrenzende Teil des Forstgutsbezirks Warnicken in den neu gebildeten Amtsbezirk Warnicken eingegliedert.
Die Warnicker Schlucht im Jahr 1850.
Am 14.07.1900 wurde der Verkehr auf der Samlandbahn (Samlandbahn) eröffnet, deren Endstation Warnicken war.
Der Bahnhof in Warnicken.
Bis 1905 bestand der Forstgutsbezirk Warnicken aus dem Gut Warnicken (mit der Oberförsterei), der Försterei Wilhelmhorst, der Försterei Katzkeim / Forsthaus Katzkeim (Storoschewoje), der Försterei Hirschau (Kolomenskoje), dem Dorf Klein Katzenberge / Klein Katzenberge (54°54'38'' N 20°04'33'' O) und dem Bahnhof Warnicken / Bahnhof Warnicken (54°56'23'' N 20°05'10'' O). Am 05.06.1908 kam das Gut Schönwalde / Schönwalde (Maiski) zum Forstgutsbezirk Warnicken. Nach 1910 begann sich beim Gut Warnicken auf Forstland eine Kolonie (ein Dorf) Warnicken zu bilden. Am 01.12.1928 wurde der Forstgutsbezirk Warnicken aufgelöst und unter die benachbarten Landgemeinden aufgeteilt; die Oberförsterei Warnicken selbst, das Dorf (die Kolonie) Warnicken sowie das Gut Schönwalde kamen zur Landgemeinde Georgenswalde (Otradnoje).
Heute hebt sich Lesnoje von den anderen Siedlungen in der Umgebung von Swetlogorsk durch eine der wenigen auf der Samland-Halbinsel erhaltenen Eichenalleen ab (2023).
Amtsbezirk Warnicken
Am 13.06.1874 wurde im Kreis Fischhausen der Amtsbezirk Nr. 39 Warnicken gebildet, zu dem drei Gutsbezirke gehörten: Warnicken (Lesnoje), Georgenswalde / Georgenswalde (Otradnoje) und Grünwalde / Grünwalde (54°53'29'' N 20°04'23'' O), sowie ein Teil des Forstgutsbezirks Warnicken / Warnicken, Forst. Die (Ober-)Förster aus Warnicken waren 1874–97 (Schallehn / Schallehn) und 1900–1927 (Offermann / Offermann) Amtsvorsteher.
Am 15.07.1909 wurde der Gutsbezirk Grünwalde in die Landgemeinde Woydiethen / Woydiethen (Listowoje) des Amtsbezirks Kirschappen / Kirschappen (Druschba) eingegliedert. Der Amtsbezirk Warnicken bestand nun aus dem Gutsbezirk Georgenswalde (Otradnoje) und einem Teil des Forstgutsbezirks Warnicken. Am 01.12.1928 wurde der Forstgutsbezirk Warnicken aufgelöst, die Förstereien kamen zu den benachbarten Landgemeinden, die Oberförsterei Warnicken selbst, das Dorf (die Kolonie) Warnicken sowie das Gut Schönwalde wurden in die Landgemeinde Georgenswalde (Otradnoje) eingegliedert. Am 18.05.1930 wurde der Amtsbezirk Warnicken in Amtsbezirk Georgenswalde umbenannt. Neu Katzkeim schied dabei aus dem Amtsbezirk aus und wurde in die Gemeinde Rauschen / Rauschen (Swetlogorsk) eingegliedert.
Am Strand von Warnicken.
Im April 1945 rückten Einheiten der Roten Armee in Warnicken ein. Über Kampfhandlungen um den Ort liegen keine Angaben vor – die deutschen Einheiten verließen Warnicken kampflos.
Die Wolfsschlucht ist bis heute einer der malerischsten Orte der Samland-Halbinsel.
Das genaue Datum der Umbenennung von Warnicken in die Siedlung Lesnoje ist unbekannt. Der Ort erscheint in keinem der Erlasse über die massenhaften Umbenennungen. Seit 1951 gehört die Siedlung Lesnoje zu dem damals neu gebildeten Siedlungssowjet Primorje. 1955 gab es in der Siedlung 30 Häuser, Ende der 1990er Jahre etwa 60. 2018 zählte die Siedlung etwa 50 Häuser.
Sehenswürdigkeiten: die Schlucht (Balka) Woltschi (Wolfsschlucht, dt. für „Wolfsschlucht“), die Eichenallee.
Bevölkerungsentwicklung: 1871 – 12, 1984 – 200, 2002 – 208, 2010 – 196, 2012 – 201 Einwohner.
Zum Nachschlagen
Bevölkerungsentwicklung des Forstgutsbezirks Warnicken: 1867 – 58, 1871 – 66, 1885 – 40, 1905 – 179, 1910 – 237 Einwohner.
Bevölkerungszusammensetzung des Gutsbezirks Warnicken 1871: evangelische Christen – 63, Katholiken – 1, sonstige Christen – 1, Juden – 1, Kinder unter 10 Jahren – 18, des Lesens und Schreibens kundig – 42 (88 %).
Einwohnerzahl von Strandgut: 1871 – 16 Einwohner.
Einwohnerzahl von Strandhaus: 1871 – 21 Einwohner.
Bevölkerungsentwicklung der Försterei Wilhelmhorst: 1871 – 10, 1905 – 6 Einwohner.
Bevölkerungsentwicklung des Bahnhofs Warnicken: 1905 – 19 Einwohner.
Bevölkerungsentwicklung des Gutes Schönwalde: 1867 – 11, 1871 – 12, 1885 – 29, 1905 – 2 Einwohner.
Bevölkerungsentwicklung der Försterei Hirschau: 1871 – 7, 1905 – 6 Einwohner.
Bevölkerungszusammensetzung des Gutes Schönwalde 1871: alle 12 evangelische Christen, Kinder unter 10 Jahren – 4, des Lesens und Schreibens kundig – 7 (88 %).
Abbildungen auf der Seite: Bildarchiv Ostpreußen. Aktuelles Foto: Michail Ogorodnikow.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

