Zielkeim wird seit 1347 als Sillikaym erwähnt, ab 1540 als Sillikaim oder Sillikeim, später als Sylkaym. 1785 bestand Zielkeim aus zwei adligen Vorwerken (adeliches Vorwerk): Groß Zielkeim mit neun Haushalten und Klein Zielkeim mit einem. Beide Vorwerke gehörten zum Gut Mischen (Petrowo) und lagen im Kreis Schakenschen.
1818 wurde Groß Zielkeim als adliges Gut (adlig Gut) mit sieben Haushalten eingestuft, Klein Zielkeim blieb ein adliges Vorwerk mit einem Haushalt. Um 1840 brannte das Vorwerk Klein Zielkeim nieder. Als eigenes Vorwerk wurde es nicht wiederaufgebaut. Groß Zielkeim hieß fortan einfach Zielkeim.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Zielkeim ein Rittergut, das ab 1867 einen Gutsbezirk im Kreis Fischhausen bildete (Primorsk, ab 1939 Samland). Das Gut gehörte zum Kirchspiel Wargen (Kotelnikowo).
Zum Gutsbezirk Zielkeim gehörte auch das Vorwerk Backelfeld (Kusnezkoje). 1871 gab es im Gutsbezirk Zielkeim acht Wohnhäuser, in denen 33 Familien lebten. Dabei standen auf dem Gut Zielkeim selbst fünf Wohnhäuser, drei weitere Häuser entfielen auf das Vorwerk Backelfeld.
Am 13.06.1874 wurde der Gutsbezirk Zielkeim in den neu gebildeten Amtsbezirk Groß Mischen eingegliedert. 1918–31 bekleidete der Besitzer von Zielkeim, Oesterreich, das Amt des Amtsvorstehers. Ab 1931 war Oberinspektor Klappke aus Zielkeim Amtsvorsteher, ab 1943 der Landwirt Karl Klappke.
Allerdings war 1874–1907 der Status des Gutsbezirks Zielkeim (Petrowo) selbst lange unbestimmt, da er einerseits als selbständiger Gutsbezirk galt, andererseits zum Gut Groß Mischen (Swobodnoje) gehörte. Erst am 04.06.1907 wurde der Gutsbezirk Zielkeim offiziell und endgültig aus dem Gutsbezirk Groß Mischen (Swobodnoje) ausgegliedert; zugleich wurde auch die Zugehörigkeit des Vorwerks Backelfeld (Swobodnoje) zum Gutsbezirk Zielkeim (Petrowo) festgelegt.
Zielkeim, Backelfeld, Groß Mischen, Dammhof und Dammteich auf einer Karte Ostpreußens vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
1879 gehörten zum Gutsbezirk Zielkeim 677 ha Land (13. Stelle unter den 140 Gutsbezirken des Kreises), die Einnahmen aus der Grundsteuer betrugen 7226 Mark (18. Platz im Kreis). 1885 entfielen von den 677 ha Gesamtbesitz 470 ha auf Ackerland, 57 ha auf Wiesen, 40 ha auf Wald. Im Gutsbezirk gab es nach wie vor acht Wohnhäuser (5 auf dem Gut Zielkeim, 3 im Vorwerk Backelfeld), die Bevölkerung bestand weiterhin aus 33 Familien. Die Lage bei den Wohnhäusern des Gutsbezirks blieb auch 1895 unverändert, doch lebten darin nun 25 Familien, ein alleinstehender Mann und sechs selbständige Frauen.
1905 gehörten zum Gutsbezirk Zielkeim 676,6 ha Land. Die Einnahmen aus der Grundsteuer, umgerechnet auf 1 ha Grundbesitz, betrugen 10,86 Mark, was den Durchschnitt des Kreises Fischhausen um fast 10 % überstieg. In den acht Wohnhäusern des Gutsbezirks lebten 34 Familien.
Am 30.09.1928 wurde der Gutsbezirk Zielkeim aufgelöst und in die Landgemeinde Groß Mischen (Swobodnoje) eingegliedert.
Am 29.01.1945 wurde Zielkeim von Truppen des 5. Garde-Schützenkorps (Generalleutnant I. S. Besugly, 1897–1983) der 39. Armee eingenommen.
Am 17.11.1947 wurde Zielkeim in Siedlung Petrowo umbenannt. Zunächst gehörte die Siedlung zum Dorfsowjet Matrossowo, ab Oktober 1950 zum Dorfsowjet Kutusowo. 1955 gab es im Ort 29 Häuser. 1969 zog die Grundschule Cholmogorowka aus Swobodnoje in die Siedlung Petrowo um. 1975 wurde die Schule in Petrowo zur Mittelschule. 2011 waren in der Siedlung Petrowo 384 Haushalte registriert. 2024 gab es im Ort etwa 300 erfasste Wohnhäuser und öffentliche Gebäude.
Sehenswürdigkeiten: Gedenkstätte für sowjetische Soldaten (1003 Personen, 1972), Reste des Gutes Zielkeim.
Bevölkerungsentwicklung: 1818 – 951, 1871 – 114, 1885 – 94, 1895 – 75, 1905 – 120, 1982 – 980, 2002 – 1110, 2010 – 1162, 2012 – 1164 Einwohner.
Bevölkerungsentwicklung des Gutsbezirks Zielkeim: 1867 – 172, 1871 – 185, 1885 – 153, 1895 – 124, 1905 – 192, 1910 – 153 Einwohner.
Bevölkerungszusammensetzung des Gutsbezirks Zielkeim 1871: alle 185 – evangelische Christen, Kinder unter 10 Jahren – 56, des Lesens und Schreibens kundig – 73 (58 %), Blinde – 1, Taubstumme – 1, Geisteskranke – 1.
Bevölkerungszusammensetzung von Petrowo 2011: Männer – 549, Frauen – 633, Kinder – 199 (davon 126 Schüler), Rentner – 109, Menschen mit Behinderung – 36.
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1 – davon in Groß Zielkeim 85 Einwohner und in Klein Zielkeim 10 Einwohner.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

