Dauer: 8 Stunden.
Teilnehmerzahl: bis zu 4 Personen.
Reiseleiter: Michail.
Fahrzeug: Škoda Roomster.
Telefon: 8(906)217-39-69.
Wer Tschernjachowsk kennenlernen will, kann die Stadt sowohl über das linke als auch über das rechte Pregelufer ansteuern. Auf beiden Seiten gibt es einen guten Ausgangspunkt. Kommt man über die Fernstraße A-229, ist es die Mineralwasser-Trinkhalle. Am gegenüberliegenden Ufer, genau gegenüber der Stelle, an der Inster und Angerapp zusammenfließen und den Pregel bilden, steht auf einem hohen Berg der Bismarckturm. Leider verfällt er weiterhin, umso wichtiger ist es, ihn rechtzeitig zu besichtigen.
Der Bismarckturm in Tschernjachowsk am Zusammenfluss von Inster und Angerapp.
Weiter stehen die Burgen Georgenburg und Insterburg auf dem Pflichtprogramm.
Modell der Burg Insterburg im Hof der Burg Insterburg.
Die erste war eine bischöfliche Burg, die zweite eine klassische Ordensburg, von der aus der Komtur die umliegenden Gebiete kontrollierte. Der Zustand beider ist für hiesige Verhältnisse befriedigend. Hier wie dort gibt es Initiativgruppen, die nach Kräften verhindern, dass die Burgen verfallen, und dort verschiedene Projekte verwirklichen.
Das Stadtbild von Tschernjachowsk hat im 20. Jahrhundert zwar Verluste erlitten, ist aber dennoch reich an sehenswerten Objekten.
Zunächst einmal stehen hier die beiden eindrucksvollsten erhaltenen ostpreußischen Villen – die Villa Brandes und die Villa Cybulinski. Die erste beherbergt heute einen Kindergarten, die zweite eine Kindermusikschule. Unbedingt Aufmerksamkeit verdienen auch die Parks von Tschernjachowsk. Davon gibt es hier ebenfalls zwei. Der eine ist rund um den Oberen See angelegt, der andere am Ufer der Angerapp. In letzterem gibt es zwei Fußgängerbrücken, eine interessanter als die andere – die Buckelbrücke und die Hängebrücke.
Glanz und Elend der Villa Brandes.
In der Stadt sind zwei Kirchen erhalten – die reformierte und die katholische.
Die Mineralwasser-Trinkhalle an der Ausfahrt aus Tschernjachowsk in Richtung Kaliningrad.
Nur der Wasserturm ist ein einziger – aber was für einer! Unter den Denkmälern sind das Reiterstandbild Barclay de Tollys, das Denkmal für die Ulanen des 12. Insterburger Regiments und wiederum zwei Lokomotiven auf Sockeln zu erwähnen. Da fällt einem die biblische Maxime ein: Von allen Tieren je ein Paar.
Mit Michelin-Sternen kann Tschernjachowsk noch nicht aufwarten, doch gut zu essen ist hier kein Problem. Im Café „U Solochi“ zum Beispiel sind die Kiewer Koteletts gut.
Auf dem Rückweg nach Kaliningrad kann man einen Abstecher zum Schlachtfeld von Groß-Jägersdorf machen, wo die russische Armee 1757 der preußischen eine ihrer wenigen Niederlagen beibrachte. Doch das ist eine große eigene Geschichte, über die Sie einen ausführlichen Beitrag lesen können, wenn Sie diesem Link folgen.
Fotos: Michail Ogorodnikow.
Aus dem Russischen übersetzt mit Hilfe von KI (Claude, Anthropic), Oktober 2026.

